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Der DGB NRW kritisiert die katastrophale Situation im Bildungssystem und unterstützt die Proteste der Studierenden. Hierzu erklären Guntram Schneider, der Vorsitzende des DGB NRW, und Antonia Kühn von der DGB Jugend:
„Die Studierenden haben allen Grund, sich gegen schlechte Studienbedingungen zu wehren. Das Bildungssystem ist chronisch unterfinanziert. Darunter leiden auch die Hochschulen in unserem Land. Die Veränderungen im Hochschulbereich, wie etwa das Hochschulfreiheitsgesetz, haben nicht dazu geführt, dass die Bedingungen verbessert wurden. Im Gegenteil, die personelle und materielle Ausstattung ist viel zu gering, ein qualifiziertes Studium ist unter diesen Bedingungen nicht möglich. Gleichzeitig sind die Arbeitsbedingungen vor allem im sogenannten Mittelbau durch unfreiwillige Teilzeit, Befristungen und schlechte Bezahlung ebenso katastrophal wie die Bausubstanz an den meisten Hochschulstandorten.
Verschärfend kommt hinzu, dass im Zuge des Bologna-Prozesses viele Studiengänge erheblich verschult und verdichtet worden. Die Studierenden sind vor allem damit beschäftigt, von Prüfung zu Prüfung zu hetzen. Das aber, worauf es eigentlich ankommt, nämlich lernen um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen, bleibt dabei auf der Strecke.
Studiengebühren haben keine Abhilfe geschaffen, sondern den Druck auf die Studierenden noch erhöht. Für viele junge Menschen ist der Zugang zur Hochschule damit erheblich erschwert bis unmöglich gemacht worden. Wir aber brauchen mehr Hochschulabsolventen statt weiterer sozialer Selektion.
Der DGB NRW fordert deshalb einen kostenfreien Zugang zu Bildung, eine bessere finanzielle Unterstützung der Hochschulen und eine Reform des Bachelor-Mastersystems. Hochschulen müssen endlich wieder Perspektiven bieten für die Zukunft!"
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